Neïmo sind immer noch und jetzt erst recht unsere französischen Lieblingsrocker.
Diese Position haben sie im Oktober auf ihrer letzten Deutschlandtour gefestigt. Und jetzt gibt es noch zwei Gründe mehr, Neimo zu lieben: Zum einen erscheint am 27. Februar endlich auch in Deutschland ihr Album „Moderne Incidental”, produziert übrigens von Alan Moulder, der zuvor unter anderem die Arctic Monkeys, My Bloody Valentine oder die Smashing Pumpkins unter seine weiten Fittiche nahm. Und zum anderen nimmt die Band das zum Anlass, erneut auf die Bühnen zu steigen.
Gegründet ohne Schlagzeuger und nur unterstützt durch eine Drummachine (kann man noch hören auf ihrer ersten Platte „From Scratch”), war es eine gute Entscheidung, Vincent Girault in die Band zu holen. Jetzt klingt die Mischung aus frühen 80ern und Indierock mehr nach Schweiß und weniger nach Sterilität. Also weniger Blondie, Duran Duran und Scritti Politti, dafür mehr The Jam, The Strokes und The Rakes. Die Gitarren klingen immer noch nach New Wave, werden aber durch den Chorgesang in den Refrains und den modernen Bass kontrastiert. Ein immer wieder überraschender Sound, der die Stimme von Bruno Dallesandro, der trotz der Abneigung der französischen Radiostationen und der Sprachquote in unserem Nachbarland englisch singt, sehr souverän trägt. Dallesandro kann übrigens auf charmante französische Art erklären, was die Band eigentlich will: „Getting on the Stage, giving everything, get wasted and then of course get the girls. Isn’t this the cliché of Rockmusic?” Oder anders gesagt: Neïmo sind eine Mischung aus Romantik und Schweiß, „rough and sophisticated”.
Im April ist die Band wieder Live in Deutschland zu sehen:
14.04.2009 Berlin -Karrera Club
15.04.2009 Hamburg - Prinzenbar
16.04.2009 Frankfurt - Das Brett
17.04.2009 München - Atomic Cafe
18.04.2009 Neunkirchen - Stummsche Reithalle
19.04.2009 Köln - Studio 672